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Musterbrief gegen angekündigte Gaspreiserhöhung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 04. Januar 2008 um 01:00 Uhr
Musterbrief Widerspruch Gaspreiserhöhung Text

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die in ihrem Schreiben aufgeführte Begründung ist unsererseits nicht nachvollziehbar. Verweisen möchten wir in diesem Zusammenhang u.a. auf Berichte in den Medien, den seit Jahren hohen Gewinnmargen der Energieunternehmen und die Anordnungen der Bundesnetzagentur zur Kürzung der Durchleitungsgebühren, die beim Verbraucher bisher nicht angekommen sind.  

Bei erstmaligem Widerspruch und noch keiner Jahresabrechnung:

Sollten Sie daher eine Gaspreiserhöhung zum Datum durchführen, teile ich Ihnen hiermit mit, dass ich die von Ihnen genannten Gründe für die einseitige Preisfestsetzung nicht akzeptiere. Sollten Sie zu einer einseitigen Preisfestsetzung berechtigt sein, bindet mich eine solche nicht, solange die Angemessenheit Ihrer jeweiligen Preisforderung nicht von mir anerkannt oder von dem zuständigen Gericht rechtskräftig festgestellt wurde. Ich berufe mich insoweit auf § 315 BGB. Dieses gilt in gleiche Weise für künftig mitgeteilte (erneut erhöhte) Preise.

Bitte weisen Sie mir die Erforderlichkeit und die Angemessenheit Ihrer Preisforderung durch eine nachvollziehbare und prüffähige Offenlegung Ihrer Kalkulationsgrundlage nach. Weisen Sie mir auch die adäquate Kostenschlüsselung auf die unterschiedlichen Verbrauchergruppen nach.

Weil der Einwand der Unbilligkeit die Nichtfälligkeit des Anspruchs zur Folge hat, möchten Sie bitte von Mahnungen, Sperrandrohungen etc. absehen. Wegen der Erhebung des Unbilligkeitseinwands fehlt es an einer fälligen Forderung. Die Androhung der Versorgungssperre ist auch nach § 17, Abs. 1 GasGVV und StromGVV  unzulässig und möglicherweise sogar strafbar.

Guthaben aus etwaigen anderen Versorgungsverträgen sind mir in voller Höhe auszuzahlen. Eine etwa geschuldete Nachzahlung werde ich von mir aus bewirken. Einer Aufrechnung Ihrerseits widerspreche ich gemäß § 366, Abs.1, BGB.

Bis der billige Preis feststeht, zahle ich unter Vorbehalt den bisher verlangten Preis. Die Höhe der Abschlagszahlungen begrenze ich ebenfalls auf die bisher gezahlten Beträge. Auf den bisherigen Preis einschließlich der daraus  resultierenden monatlichen Abschlagszahlungen beschränke ich die Ihnen erteilte Einzugsermächtigung.

Im Falle einer etwaigen gerichtlichen Auseinandersetzung darf ich Sie bitten, dieses Schreiben dem Gericht vorzulegen.


Bei bereits eingelegtem Widerspruch gemäß §315:

Meine Rechtsauffassung habe ich Ihnen bereits in meinem (mehreren) Schreiben (u.a. ) vom Datum zukommen lassen. Diese halte ich weiterhin aufrecht. Dies gilt insbesondere für den Einwand der Unbilligkeit gemäß § 315 BGB meinerseits gegenüber der erneut angekündigten Energiepreiserhöhung Ihrerseits.
Zu den Einzelheiten – u.a. des von mir Stand heute akzeptierten Gaspreises - meines Einwandes der Unbilligkeit gemäß § 315 usw. verweise ich auf meine Ihnen vorliegenden Schreiben in dieser Angelegenheit.

Den Erhalt dieses Schreibens wollen Sie mir bitte kurzfristig bestätigen.



 
 
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