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Musterbrief gegen Gaspreiserhöhung der EWE PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Freitag, den 20. Juni 2008 um 18:14 Uhr


EWE Aktiengesellschaft
Tirpitzstr. 39

26122 Oldenburg

Erhöhung Ihrer Gaspreise ab 1.8.2008 Vertragsnr. .........................

Sehr geehrte Damen und Herren,
wie schon gegen die seit Sept. 2004 einseitig von der EWE festgesetzten Preisanhebungen für Erdgas legen wir hiermit auch gegen die neuerliche Gaspreiserhöhung von unglaublichen 17,4 % ab 1.8.2008

Widerspruch

ein. Auch diese jetzt von Ihnen verkündete Erhöhung der Gaspreise, völlig unverständlich im zweistelligen Bereich, halten wir für nicht berechtigt und darüber hinaus für unbillig gem. § 315 Abs. 3 Satz 2 BGB und berufen uns auf deren Unverbindlichkeit.

Wir fordern Sie auf, uns Ihre Berechtigung zu einseitigen Preisanpassungen bei Verträgen mit Sondertarifen und/oder deren Erforderlichkeit und Angemessenheit durch nachvollziehbare und prüffähige Offenlegung Ihrer Kalkulationsgrundlagen nachzuweisen.

Ihre nach wie vor allgemein formulierten Verweise u.a. auf

· gestiegene Einkaufspreise und

· die sogenannte Ölpreisbindung

reichen u.E. nach nicht aus, um Ihre gebetsmühlenartig vorgetragenen Begründungen für die Gaspreiserhöhungen der letzten 4 Jahre zu rechtfertigen.

Nachweislich sind die Importpreise in 2007 gesunken und die Ölpreisbindung ist eine völlig überholte interne Vereinbarung der Energiewirtschaft ohne jede Verbindlichkeit für die Verbraucher.

Für uns verfestigt sich deshalb die Auffassung, daß die Preispolitik der EWE darauf gerichtet ist, die hohen Bilanzgewinne der Vergangenheit zu sichern, um u.a. auch weiterhin

· Expansion durch Geschäftsbeteiligungen, selbst im Ausland und

· Sponsoring in Kunst, Kultur Wissenschaft und Sport

exzessiv zu betreiben.

Das, jedoch, ist nicht der gesellschaftspolitische Auftrag durch das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG §1 und §2), das die Energiewirtschaft zu einer möglichst preisgünstigen Energieversorgung der Bevölkerung verpflichtet.

Wir bestreiten also mit diesem Schreiben nochmals ausdrücklich :

· .. daß der EWE bei Sondertarifverträgen ein wirksames Recht zur einseitigen Preisfestsetzung für Energielieferungen eingeräumt wurde.

· .. daß bei Verträgen im Grundversorgungstarif die seitens der EWE einseitig festgesetzten und veröffentlichten Preissteigerungen für Erdgas der geforderten Billigkeit des § 315 BGB entsprechen.

· .. daß die seitens der EWE einseitig festgesetzten Erdgaspreise der im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) geforderten, gesetzlichen Verpflichtung zu einer möglichst preisgünstigen Versorgung entsprechen.

· .. daß gestiegene Bezugskosten von der EWE tatsächlich hingenommen werden mussten und nicht durch Kostensenkungen an anderer Stelle ausgeglichen werden konnten.

· .. daß die EWE alles Erforderliche getan hat, um sich gegen die Preiserhöhungen der Vorlieferanten zu wehren.

· .. daß Inhalt und Datenauswertungen in den von der EWE in Auftrag gegebenen Wirtschaftsgutachten objektiv zutreffend sind und neutral bestätigt werden können.

Wir erlauben uns abschließend den Hinweis, daß wir auch zukünftig eigene Jahresabrechnungen auf der Preisbasis Sept. 2004 erstellen und begleichen und Abschlagbeträge genau nach Jahresverbrauch festsetzen werden.

Mit freundlichem Gruß

 
 
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