| Strompreiserhöhung Januar 2010 |
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| Klaus-Dieter Beck | |
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-----Original-Nachricht-----
Die
für Januar 2010 angekündigten Strompreiserhöhungen (EWE +14%) sind eine
Unverschämtheit und nicht zu rechtfertigen. In Ihren Berichten und
Kommentaren der Zeitung vom
19.11.
weisen Sie zurecht auf die fragwürdigen Argumente im Zusammenhang mit
angeblich gestiegenen Kosten für erneuerbare Energien und steigende
Netzentgelte hin, die so z.B.auch schon von der Bundesnetzagentur
bemängelt wurden.
Viel interessanter ist aber das vernichtende Urteil der Monopolkommission vom August 2009. Die Gründe für zu hohe Energiepreise seien zu wenig Anbieter, zu hohe Barrieren und nur eine einseitige Förderung gerade der großen Energielieferanten. Etwa 85 % des Stroms in Deutschland werden von den vier großen Versorgern, E.on, RWE, EnBW und Vattenfall produziert (EWE liegt übrigens auf Platz 5), die maßgeblich den Strompreis auf der Leipziger Strombörse beeinflussen. Hierzu schlug die Monopolkommission vor, die Aufsicht über die Strombörsen zu verschärfen und durch eine unabhängige Marktüberwachungsstelle mehr Transparenz zu schaffen, um Manipulationen der Preise zu erschweren. Im übrigen sei der Strommarkt in Deutschland immer noch stark abgeschottet, da es an Übergangsstellen für Strom an den Grenzen fehle. Dies hat übrigens auch dazu geführt, dass Verbraucher in vergleichbaren Ländern Mitteleuropas deutlich (bis zu 50 %) weniger für Strom bezahlen. Es hat auch dazu beigetragen, dass die Umsatzrenditen der Energieversorger deutlich höher sind, als in der übrigen Wirtschaft üblich.So haben die vier Energieriesen trotz Finanzkrise ihre Gewinne in den vergangenen fünf Jahren vervielfachen können. So sollen sie nach einerm Studie der "Grünen" über 100 Milliarden Euro zu Lasten der Verbraucher erzielt haben. Was kann man gegen überhöhte Energiepreise tun ? Schon die EU-Kommission hat in einem Verfahren gegen deutsche Energieunternehmen darauf hingewiesen, dass die Bundesregierung hier zu wenig tue. Auch die Monopolkommission verwies auf ein Verschulden der Bundesregierung. Nun gab und gibt es von dort immer wieder Anbkündigungen über mögliche Reaktionen, wobei häufig auf die Kartellbehörden hingewiesesn wurde. Aber wie deren Direktor Becker einmal sagte, kämpfe man dort mit Messern gegen Panzer (Energiekonzerne). Ein Hauptgrund für das unzureichende Handeln ist aber wohl, dass der Staat durch erhebliche Steuereinnahmen (Strom ca. 42 %) gut verdient. Aber es gibt auch lokale Gründe. So gehört die EWE zu fast 75% 21 niedersächsischen Städten und Kreisen - im Aufsichtsrat sitzen eine Vielzahl von Politikern, die eigentlich Einfluss nehmen könnten. Wie ich aber als Sprecher der "Bürgerinitiative Energieprotest im Landkreis Stade" auf eine Anfrage erfahren habe, ist dies wohl eine Illusion, "Einen direkten Einfluss hat der Landkreis Stade auf die Preisgestaltung nicht. Alle Versorgungsträger erfüllen die gesetzmäßigen Verflichtungen nach Aktienrecht...Fragen.. werden vom Vorstand stets regelmäßig und ausführlich beantwortet." - so ein Teil der Antwort. Wieso ein Mehrheitsaktionär nicht mehr zugunsten der Verbraucher tun kann, will mir nicht einleuchten. Natürlich kann der einzelne Verbraucher sich durch Zahlungsbeschränkungen und Versorgerwechsel wehren. Aber so einfach ist das alles nicht.
Wir als www.bi-energieprotest.de geben zwar Hilfestellung im Internet oder werden am 25.11. bei einer Veranstaltung in Stade darauf eingehen, aber viele Verbraucher scheuen sich einfach zu handeln.
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| Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 24. November 2009 ) |







